Arbeitnehmer sollten die vermögenswirksamen Leistungen (VWL) auf keinen Fall verschenken.
Je nach Tarifvertrag übernimmt der Chef einen Teil oder sogar die gesamte nach Tarifvertrag vorgesehene Sparrate von bis zu 40 Euro im Monat, also 480 Euro im Jahr.
Sparer können allerdings selbst dann einen VL-Vertrag abschließen und in diesen regelmäßig einzahlen, wenn der Chef nichts dazugibt. Doch wie das Geld anlegen?
Renditestarke Aktienfonds
Langfristig besonders renditeträchtig seien erfahrungsgemäß breit streuende Aktienfonds, so der “Bundesverband deutscher Banken”. Mit ihnen war in den vergangenen 35 Jahren im Schnitt mehr als acht Prozent jährliche Rendite möglich.
So konnten aus 40 Euro monatlich angelegt in Aktienfonds mit internationalem Anlageschwerpunkt nach 35 Jahren im Schnitt knapp 100.000 Euro werden, angelegt in deutschen Aktienfonds sogar durchschnittlich etwa 136.000 Euro. Voraussetzung: Die VL-Sparer haben ihre vermögenswirksamen Leistungen zwischenzeitlich nicht angetastet.
Wer ab dem 25. Lebensjahr diese Leistungen 35 Jahre lang in Aktienfonds anlegt (insgesamt also 16.800 Euro), hat demnach gute Chancen, mit 60 Jahren über ein beachtliches Kapital zu verfügen. Damit können die Langfristsparer gut fürs Alter vorsorgen. Zumal das Geld dann frei verfügbar ist, und nicht wie beispielsweise bei Riester- oder Rürup-Verträgen in Form einer monatlichen Rente ausgezahlt wird.
Staatliche Förderung
Hinzu kommt, dass der Staat das VL-Sparen mit Zulagen fördert, wenn der Arbeitnehmer bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Das Einkommen des Sparers darf bei Ledigen nicht über 17.900 Euro bzw. bei Verheirateten nicht über 35.800 Euro liegen. Zudem erhält die Arbeitnehmer-Sparzulage nur, wer in einen Bausparvertrag oder einen VWL-Investmentfondssparplan einzahlt.
VWL-Bausparer bekommen so für ihre Einzahlungen von insgesamt bis zu 470 Euro eine jährliche staatliche Förderung von neun Prozent, also bis zu 42 Euro. Alternativ oder auch zusätzlich können VWL-Sparer einen Fondssparplan abschließen und erhalten 18 Prozent auf Spareinlagen von maximal 400 Euro vom Staat obendrauf. Das sind bis zu 72 Euro im Jahr. Damit werden VWL-Leistungen noch attraktiver.
(Quelle: pressrelations.de)
